Fine Heininger

Als Illustratorin hat Fine Heininger, die 1984 in Berlin geboren wurde, einen liebevoll ruppigen Blick auf menschlichen Alltag, historische Abgründe und Entlegenes. Sie sitzt innerlich gern auf der Fensterbank, beobachtet die Gedanken anderer Menschen und macht sich einen Reim aus Unzusammenhängen. Beim analogen Zeichnen liebt sie den »Schmutz«, der nebenbei entsteht – und manchmal auch das Aufräumen.

Fine Heininger Portrait
Foto: Łukasz Kuś

Sie studierte in Berlin-Weißensee und Paris Visuelle Kommunikation, Druckgrafik und Zeichnung. Seit 10 Jahren arbeitet sie freiberuflich als Illustratorin und hat ein großes Herz für Kulturprojekte.

Mit ihrer Konzeptagentur »Denken & Handeln« entwirft sie Ideen und gestaltet Identitäten. Als »Matrosenhunde« geht Fine Heininger gemeinsam mit Madeleine Penny Potganski (Text) den Dingen auf den Grund: Zwischen Begegnungen, Episoden und dem roten Faden dialogisieren sie sich durch die Möglichkeit eines Dazwischens.

Weil sie schöne Sachen mag, reißt Fine Heininger stetig Etiketten von häuslichen Drogeriemarktprodukten und beschriftet sie neu. Sie schreibt gerne mit Tusche in Krapp-Rot, sortiert ihre Insel-Bibliothek nach Farben, lackiert Antiquitäten weiß und rührt den Garten um – zur Beruhigung des Auges.

Wichtiger Bestandteil ihrer Garderobe sind große Strohhüte. Damit lustwandelt sie durch märkische Landschaften, auf der Suche nach Käfern und der stachelspitzigen Elegie. Fine steht gerne früh auf und lebt mit ihrer Familie in Berlin.